Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin

Klosterruine Stuben an der Mosel

Wie ein gestrandeter Steinfrachter liegt die Klosterruine Stuben am Rande einer Halbinsel inmitten einer der berühmten Moselschleifen nahe des Örtchens Bremm. Eine einmalige Lage, die sich besonders gut erschließt, wenn man sich die Zeit nimmt und auf der gegenüberliegenden Moselseite den Calmont-Berg besteigt und von dort ins Tal blickt.

Die Außenmauern des Kirchenschiffes der ehemaligen Klosterkirche stehen noch, das Kircheninnere ist allerdings nicht frei zugänglich. Genutzt wird das Gebäude unter anderem für Kulturveranstaltungen, seit die Klosterruine ab 2002 vom Förderverein Calmont Region saniert wurde. Auf dessen Seite finden sich weitergehende Informationen zur Geschichte der Ruine und ihrer heutigen Nutzung:

http://www.calmont-region.de/index.php/kultur-geschichte-klosterstuben

Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin
Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin
Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin
Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin
Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin
Klosterruine Stuben. Foto: Simon Colin
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Wasserburg Bad Vilbel. Foto: Simon Colin

Wasserburg Bad Vilbel

Der erste Anblick der Bad Vilbeler Wasserburg macht stutzig: Fast wie geschliffen wirken die Steinquader der Halbruine bei Frankfurt am Main, so dass man meinen könnte, es handele sich um eine künstliche Ruine, wie etwa die Löwenburg in Kassel eine ist.

Doch der erste Eindruck täuscht. Auf das 12. Jahrhundert gehen die ältesten Teile der Burg zurück, ihren guten Zustand verdankt sie Ausbesserungsarbeiten der vergangenen Jahrzehnte. Für die kleine Stadt Bad Vilbel ist die Anlage eine Vorzeigeobjekt, finden hier doch seit den 80er Jahren sommerliche Burgfestspiele statt und im Winter ein Weihnachtsmarkt.

Umgeben ist die Halbruine nicht nur von einem gefüllten Wassergraben, sondern auch von der direkt nebenan vorbeifließenden Nidda. Ihrem Namen macht die Burg also alle Ehre. Weitere Infos zur Geschichte und zu den Burgfestspielen finden sich hier:

https://www.kultur-bad-vilbel.de/burgfestspiele/geschichte/

Wasserburg Bad Vilbel. Foto: Simon Colin
Wasserburg Bad Vilbel. Foto: Simon Colin
Wasserburg Bad Vilbel. Foto: Simon Colin
Wasserburg Bad Vilbel. Foto: Simon Colin

Wasserburg Bad Vilbel. Foto: Simon Colin

Weihnachtsgruß mit der Wasserburg Bad Vilbel

Der Ruinenblog bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern und sendet weihnachtliche Grüße von der Wasserburg Bad Vilbel. Diese teils in Ruinen liegende Burg ist Heimat jährlich stattfindender Festspiele, außerdem findet hier ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt statt. Im Januar gibt es an dieser Stelle einen Beitrag zur Burg mit weiteren Fotos.

Wir wünschen schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. Freuen würden wir uns über Likes und Follower auf Instagram. Hier stehen wir kurz vor 1.000 Followern:

https://www.instagram.com/ruinenblog/?hl=de

Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin

Ruine Arques la Bataille bei Dieppe

Diese Ruine ist eine sterbende Perle. Sie liegt auf einem Hügel im Örtchen Arques-la-Bataille nahe Dieppe in der nördlichen Normandie in Frankreich und wird seit Jahren dem Verfall preisgegeben. Das Betreten ist verboten und auch unmöglich, denn das Tor ist vergittert, die gigantisch große Anlage zudem von einem unüberwindbaren Graben umgeben.

Der Blick durch das vergitterte Eingangstor zeigt sehr deutlich, wie stark hier die Natur schon Raum eingenommen hat. Die Gemäuer sind großflächig zugewachsen, mystisch und gespenstisch mutet die Ruine an – was zugegebenermaßen eine große Faszination ausübt.

Unbedingt sollte man den Trampelpfad entlanggehen, der auf dem Burggraben einmal komplett um die Ruine herumführt. Auf diese Weise werden die riesigen Dimensionen der Burg deutlich, die einst eine eindrucksvolle Festung war. Im Web finden sich kaum deutsche Treffer zur Historie der Burg, der beste ist ein Text auf geo.de aus dem Jahr 2013:

http://www.geo.de/reisen/community/reisebericht/601046/3/Dieppe-und-Umgebung

Sehr zu empfehlen sind die zahlreichen Drohnen-Videos zur Ruine Arques la Bataille auf You tube, die den Segen dieser Technik belegen: ermöglichen sie doch, hinter verschlossene und unzugängliche Mauern zu blicken:

https://www.youtube.com/watch?v=30NS8noUNok

https://www.youtube.com/watch?v=0ap5Hkpl_KI

Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin
Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin

Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin
Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin

Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin
Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin

Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin
Ruine Arques la Bataille. Foto: Simon Colin

Ruine Altweilnau. Foto: Simon Colin

Ruine Altweilnau im Taunus

Unweit der Ruine Oberreifenberg am Großen Feldberg im Taunus (siehe Beitrag vom Mai) befindet sich die Ruine Altweilnau im Örtchen Weilrod-Altweilnau. Auf dem Weg durch das Dorf zur Burg läuft man zunächst durch einen gut erhaltenen Torturm, der zur Burganlage gehört. Sieben Türme soll die Ruine einmal gehabt haben. Auf dem zentralen Burggelände kann dann insbesondere noch der Aussichtsturm besichtigt werden, der frei zugänglich ist.

Ansonsten sind auf der weitläufigen Rasenfläche rund um den Turm keine weiteren Bauwerke erhalten. Die das Areal umlaufenden Burgmauern sind insbesondere vom Tal aus zu sehen. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall, gehört die Burg doch zu den unbekannteren deutschen Ruinen. Um den Erhalt kümmert sich der Kultur- und Förderkreis Burg Altweilnau, der auch Veranstaltungen auf dem Gelände organisiert:

http://www.altweilnau.de/vereinigungen/burgverein.html

Ruine Altweilnau. Foto: Simon Colin
Ruine Altweilnau. Foto: Simon Colin

Ruine Altweilnau. Foto: Simon Colin
Ruine Altweilnau. Foto: Simon Colin

Ruine Kaltenburg. Foto: Simon Colin

Ruine Kaltenburg bei Giengen

Erst vorigen Monat hatten wir hier im Blog mit der hessischen Ruine Tannenberg ein Beispiel dafür, wie engagiert Ehrenamtliche dazu beitragen, Ruinen zu erhalten und zu sanieren. Gleiches gilt für die Ruine Kaltenburg bei Giengen, gelegen zwischen Heidenheim und Ulm. Hier setzt sich mit großem Engagement die Interessengemeinschaft Kaltenburg dafür ein, die Ruine auszubessern.

In der Region konnte die Gruppe für ihr Ansinnen ziemlich stark trommeln und so nimmt die Burg mehr und mehr Gestalt an. Deutlich sichtbar sind die Fortschritte an der inzwischen wieder intakten Außenmauer, die bereits vom Tal aus strahlt. Von dort aus geht es über einen Parkplatz am Fuße des Burgbergs ein kurzes, steiles Stück aufwärts. Bei unserem Besuch vor einigen Wochen waren die Bautätigkeiten deutlich zu sehen und Teile des Geländes gesperrt. Klar wurde aber auch, wie wichtig das Engagement der IG Kaltenburg ist.

Detaillierte Infos zur Burg, Videos sowie Fotos aus dem 19. Jahrhundert, die die imposanten Ausmaße von einst zeigen, finden sich auf der Seite der Interessengemeinschaft. Dort besteht auch die Möglichkeit, zu spenden oder Mitglied zu werden:

ig-kaltenburg.de/startseite

Ruine Kaltenburg. Foto: Simon Colin
Ruine Kaltenburg. Foto: Simon Colin

Ruine Kaltenburg. Foto: Simon Colin
Ruine Kaltenburg. Foto: Simon Colin

Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin

Ruine Tannenberg an der Bergstraße – Update

Zum dritten Mal (nach Beiträgen im Juni 2015 und Juni 2016) ist die Ruine Tannenberg an der hessischen Bergstraße bereits Thema und somit wohl die Lieblingsruine des Ruinenblogs. Das liegt insbesondere daran, dass sie zwar nicht groß und spektakulär, dafür aber ein besonders stimmungsvolles Plätzchen ist. Der Blick von hier oben auf die Bergstraße ist traumhaft, zudem ist nach wie vor recht wenig los, da man schon ein bisschen marschieren muss.

Besonders erwähnenswert ist aber die Arbeit des Heimat- und Verschönerungsvereins Seeheim, der der Ruine seit vielen Jahren zunehmend Konturen gibt. Einer der größten Fortschritte konnte im vergangenen Jahr erzielt werden: der Turm der Burgruine Tannenberg ist erstmals zugänglich und kann über eine neue Metalltreppe bestiegen werden, für die eine Mauer aufgestockt wurde. Auch auf dem übrigen Gelände wächst Gemäuer um Gemäuer in die Höhe, inzwischen kann man die Ruine von Seeheim-Jugenheim aus sehen.

Über seine Arbeiten an der Ruine berichtet der Verein auf seiner Homepage. Dort kann man auch Mitglied werden:

hvv-seeheim.de

Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin
Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin

Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin
Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin

Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin
Ruine Tannenberg. Foto: Simon Colin

Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin

Klosterruine Jumièges in der Normandie

Wer als Ruinen-Liebhaber die Normandie besucht, für den ist die Klosterruine Jumièges nahe Rouen ein Muss. Der Schriftsteller Victor Hugo soll sie sogar als „schönste Ruine Frankreichs“ bezeichnet haben, wie aus einigen Quellen im Internet hervorgeht.

Recht hat er. Die ehemalige Benediktinerabtei ist auch als Ruine noch eine Schönheit. Besonders eindrucksvoll sind die Reste der großen, etwa 1000 Jahre alten Abteikirche Notre Dame mit ihren beiden gut 50 Meter hohen, gut erhaltenen, romanisch wirkenden Türmen. Das gewaltige Kirchenschiff ist hingegen klar gotisch geprägt: schlank, sehr hoch, imposant. Die Mauern des Mittelschiffs sind noch recht gut erhalten, der Blick nach oben reicht hingegen direkt in den Himmel – mythisches Ambiente inklusive.

Die Klosterruine inklusive großem Park ist eine echte Empfehlung, Parkplätze stehen direkt im Ort kostenlos zur Verfügung. Das Kassenpersonal spricht sogar deutsch. Informationen zur Anlage auf englisch finden sich auf der offiziellen Seite:

abbayedejumieges.fr/en/home-2

Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin
Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin

Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin
Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin

Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin
Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin

Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin
Klosterruine Jumièges. Foto: Simon Colin

Veste Otzberg. Foto: Simon Colin

Veste Otzberg im Odenwald

Schon von Weitem sieht man den Hügel der Veste Otzberg im eher flachen Odenwälder Land nahe Darmstadt. Auf den ersten Blick fällt aus der Nähe dann natürlich der weiße Burgturm auf, der unter Einheimischen etwas despektierlich „weiße Rübe“ genannt wird, noch vollkommen intakt ist und bestiegen werden kann – einen weiten Blick über den Odenwald inklusive – gerade bei Sonnenwetter ein Augenschmauß.

Genau genommen ist die Veste Otzberg ein Hybrid: neben dem Turm umfasst das Gelände auch zahlreiche nicht in Ruinen liegende Häuser neueren Datums, die unter anderem ein Museum beinhalten. In Ruinen liegt der ehemalige Kasernenteil, der einem beim Aufstieg zur Veste auch zuerst ins Auge fällt. Nicht versäumen sollte man einen Rundgang um die Veste, die von außen komplett umrundet werden kann. Sehr eindrucksvoll sind die gewaltigen und massigen, gut 10 Meter hohen Außenmauern, die man sonst nur von großen Festungen erwarten würde.

Weitere Informationen zur Veste und einen 360 Grad-Rundgang gibt es auf der offiziellen Seite zu sehen:

rolf-tilly.de/veste/index.htm

Veste Otzberg. Foto: Simon Colin
Veste Otzberg. Foto: Simon Colin

Veste Otzberg. Foto: Simon Colin
Veste Otzberg. Foto: Simon Colin

Veste Otzberg. Foto: Simon Colin
Veste Otzberg. Foto: Simon Colin

Foto: Simon Colin

Ruine Oberreifenberg im Taunus

Manchmal fragt man sich ja schon, warum gerade an diesem und jenen Platz eine Burg steht. So geht es einem auch im Örtchen Reifenberg, das am Fuße des Großen Feldbergs im Taunus liegt. Über dem Ort thront die Ruine Oberreifenberg, die jeder Ruinenliebhaber gesehen haben sollte. Besonders beeindruckend ist der große, ehemalige Wohnturm, ein riesiges steinernes Rechteck, das so gar nicht in die Form passen will, wie man sich einen mittelalterlichen Turm vorstellt.

Durch einen Schlitz an der schmalen Seite betritt man den Turm und kann bis ganz nach oben schauen. Die Decken der Geschosse sind nicht mehr intakt, dadurch ergibt sich ein grandioser Blick auf die Struktur des Gebäudes. Das muss man gesehen haben, weit und breit gibt es keinen so wunderbaren Querschnittsblick in einen Turm. Bestiegen werden kann er über ein Treppenhaus.

Nebenan steht ein runder Turm, der wie ein ungleicher Bruder wirkt. Kuriosum hier: die Eingangsöffnung befindet sich mehrere Meter über dem Boden. Fragt man Einheimische, verraten die, dass bei Bedarf der Turm mit einer Leiter betreten werden kann.

Um den Erhalt der Ruine kümmert sich der Burgverein Reifenberg, der auf seiner Seite viele gute Informationen bereithält:

burgverein-reifenberg.de

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Foto: Simon Colin
Das Innere des Wohnturms. Foto: Simon Colin

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin