Ruine Hohengeroldseck. Foto: Simon Colin

Ruine Hohengeroldseck im Schwarzwald

Die Ruine Hohengeroldseck bei Lahr nahe Straßburg ist eine dieser Ruinen, die man ganz wunderbar Stück für Stück erkunden kann. Sie thront auf einem großen Felsen, den man umrunden und auf diese Weise die massiven Ausmaße der Ruine von allen Seiten erfassen kann. Wie gestrandet wirkt der riesige, rechteckige, ehemalige Wohnturm auf dem weitläufigen Gelände.

Möchte man ins Innere, geht es über einen kleinen Kellereingang einige Stufen hoch und dann zunächst auf ein Plateau, von dem aus man das heutige Herzstück der Burg betritt: Den Wohnturm mit gut erhaltenen Außenmauern, in dem man per Treppe ganz nach oben auf eine neu angelegte Plattform kommt. Toll ist von hier aus der weite Blick auf den schönen Schwarzwald.

Die Ruine hat eine eigene Website, wie auch die Burg gepflegt vom Burgverein, dem man für nur 12 Euro Jahresbeitrag beitreten kann: http://www.burgruine-hohengeroldseck.de/mitgliedschaft.html

Ruine Hohengeroldseck. Foto: Simon Colin
Ruine Hohengeroldseck. Foto: Simon Colin
Ruine Hohengeroldseck. Foto: Simon Colin
Ruine Hohengeroldseck. Foto: Simon Colin
Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin

Ruine Alt-Treffen in Kärnten

Diese Ruine geht fast schon als Lost Place durch, so schwer auffindbar und schwer zugänglich ist sie. Gelegen, beziehungsweise abgelegen ist sie nahe des Örtchens Treffen am Ossiacher See im österreichischen Kärnten. Weit oben auf einem Berg liegt sie in einem Waldstück, das zu einem Hofgrundstück gehört. Man muss schon die sehr netten Besitzer fragen, ob man hier auch wirklich richtig ist, ansonsten würde man die Ruine vielleicht sogar übersehen.

Einen offiziellen Weg zur Ruine gibt es nicht, vielmehr muss man sich selbst eine Route durch das Unterholz schlagen und trifft dann auf einzelne mehr oder wenig gut erhaltene Reste, denen man ansieht, dass sie nicht mehr lange durchhalten. An eine Sanierung ist für die Besitzer leider mangels Mitteln nicht zu denken und so verfällt Alt-Treffen vor sich hin, wie so manche Ruine in Kärnten. Ein Geheimtipp ist sie trotzdem.

Eine schöne Fotoshow zur Ruine gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=NueOCY7fdWY

Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin
Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin
Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin
Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin
Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin
Ruine Alt-Treffen. Foto: Simon Colin
Johanniskloster Stralsund. Foto: Simon Colin

Johanniskloster-Ruine in Stralsund

Recht versteckt am Rande der Stralsunder Altstadt liegt das Johanniskloster, erbaut im 13. Jahrhundert. Man muss schon gezielt nach ihm suchen und kann einen Abstecher dorthin unter anderem mit einem Besuch der nahe gelegenen Gorch Fock verbinden.

In Ruinen liegt das ehemalige Kirchenschiff, ansonsten besteht das Areal des Klosters aus zahlreichen kleineren intakten, beziehungsweise wieder errichteten Gebäuden, die unter anderem das Stralsunder Stadtarchiv beinhalten. Die Kirchenschiff-Ruine ist eine kleine Backsteingotik-Schönheit mit wunderbar filigranen Fenstern.

Infos zur Klosterruine finden sich auf der Seite der Stadt Stralsund: https://hansestadt-stralsund.de/de/sehenswertes/kirchen_kloester/st_johanniskloster

Ruine Sauerburg. Foto: Simon Colin

Ruine Sauerburg in Rheinnähe

Spektakulär ragt der Turm der Sauerburg in die Höhe. Und je nachdem, von wo aus man ihm sich nähert, staunt man nicht schlecht. Gelegen ist die Burg auf einem Berg nahe der Gemeinde Sauerthal, die wiederum in einem Seitental des Rheins nahe Lorch liegt. Vom Tal aus wirkt der Turm zunächst stattlich und massiv, das ist er auch, allerdings liegen zwei Seiten des viereckigen Turms komplett in Trümmern, ein riesige Wunde klafft, so als hätte ein gigantische Faust mit Wucht zugeschlagen und die Wände herausgerissen.

Umrundet man die Burg, die nicht öffentlich zugänglich ist, bietet sich dann ein ganz anderer Anblick: Wie unberührt scheinen die beiden übrigen Turmseiten von hier aus, an die massive Mauerreste angrenzen. Teils wieder aufgebaut wurde die Sauerburg und eine einige Zeit als Hotel betrieben.

Einen tollen Blick auf den wirklich atemberaubenden Bergfried der Sauerburg zeigt dieses Drohnenvideo: https://www.youtube.com/watch?v=XqvrPFG4hhI

Ruine Sauerburg. Foto: Simon Colin
Ruine Sauerburg. Foto: Simon Colin
Ruine Sauerburg. Foto: Simon Colin
Ruine Kollenburg. Foto: Simon Colin

Ruine Kollenburg am Main

Kleine Spitzfindigkeit zu Beginn: Die Ruine Kollenburg liegt oberhalb des bayerischen Main-Örtchens Collenberg und wird daher oft falsch Burg Collenberg genannt. Um die Ruine zu erreichen, parkt man am besten nahe des Ortsausgangs und läuft dann durch idyllisch gelegene und teils nicht mehr bewirtschaftete Streuobswiesen oberhalb des Orts Richtung Ruine.

Die Ruine hat mehrere Ebenen, die man von unterschiedlichen Zugängen aus erkunden kann, inklusive eines versteckt gelegenen Gangs, der einen Blick in den Keller ermöglicht. Reizvoll ist der Blick auf den Main und der Einblick in einen Rundturm, in dem sich noch Treppenreste an den Wänden abzeichnen und der einen Blick in den freien Himmel ermöglicht, da ihm die Decke fehlt.

Um den Erhalt der Ruine kümmern sich die Burgfreunde Kollenburg, nähere Infos zur Burg finden sich auf deren Webseite: https://kollenburg-main.de/

Ruine Kollenberg. Foto: Simon Colin
Ruine Kollenberg. Foto: Simon Colin
Ruine Kollenberg. Foto: Simon Colin
Ruine Kollenberg. Foto: Simon Colin

Weihnachtsgrüße

Liebe Ruinen-Fans,

vielen Dank, dass ihr auch in diesem Jahr hier im Ruinenblog vorbeigeschaut habt. Wir hoffen, euch gefällt diese Seite und ihr konntet Ideen mitnehmen, welche Ruine einen Besuch lohnt.

Als Weihnachtsgruß kommt hier ein Foto der Ruine Falkenstein im Schwarzwald, die wir im Beitrag zuvor näher vorgestellt hatten. Derzeit ist die Ruine weihnachtlich geschmückt, eine Initiative der Bürgervereinigung Burg Falkenstein in Schramberg, die sich um den Erhalt der Ruine kümmert. Danke an Peter Armbruster für dieses Foto.

Frohe Weihnachten euch allen und einen guten Start in ein gesundes 2021.

Weihnachtliche Ruine Falkenstein in Schramberg im Schwarzwald. Foto: Peter Armbruster
Ruine Falkenstein. Foto: Simon Colin

Ruine Falkenstein in Schramberg im Schwarzwald

Als Mehr-Ruinenstadt ist Schramberg bei Rottweil im Schwarzwald für Ruinenfreunde ein Ziel, das einmal auf dem Zettel stehen sollte. Die Ruine Falkenstein auf einem Berg am Südrand der Stadt ist eine eher kleine Ruine, die es aber in sich hat. Und zwar im Wortsinn: In der Ruine gibt es ein kleines, intaktes Räumchen mit Sitzgelegenheiten, Ritterrüstung und Fenstern, gepflegt von der Bürgervereinigung Burg Falkenstein. Das hat Seltenheitswert.

Am Besten kommt man vom Parkplatz an der Falkensteiner Kapelle aus zur Ruine. Von dort aus überquert man die Bundesstraße, dann geht es im Wald ein kurzes, steiles Stück bergauf. Vom Turm aus, in dessen Erdgeschoss das intakte Zimmerchen ist, hat man einen Blick über Schramberg und den Schwarzwald.

Was man von hier aus nicht sieht, ist die Unterburg. Vom Ausgang der Oberburg geht es Treppen abwärts und dann einen sich bilderbuchartig schlängelnden Weg nach unten. Irgendwann stößt man auf die Mauerreste der Unterburg, ein romantisches Plätzchen, dessen Besuch ebenfalls lohnt.

Um den Erhalt der Ruine, die als älteste des Schwarzwalds gilt und bald 1000 wird, kümmert sich die Bürgervereinigung Burg Falkenstein: https://www.schramberg.de/de/Unsere-Stadt/Kultur-Freizeit/Vereine/Verein?view=publish&item=club&id=35

Ruine Falkenstein. Foto: Simon Colin
Ruine Falkenstein. Foto: Simon Colin
Unterburg der Ruine Falkenstein. Foto: Simon Colin
Unterburg der Ruine Falkenstein. Foto: Simon Colin
Ruine Waldeck bei Lorch am Rhein. Foto: Simon Colin

10.000 Seitenbesuche – vielen Dank!

So viele Menschen teilen unsere Leidenschaft für und Liebe zu Ruinen. Vielen Dank, dass ihr hier im Ruinenblog vorbeischaut und er euch scheinbar gut gefällt. Vielleicht war ja schon der ein oder andere gute Ruinentipp dabei?

Besucht und liked uns gerne auch auf Instagram. Unter @ruinblog gibt es dort wöchentlich neue Fotos.

Und hier im Blog gibt es als Dankeschön für eure Besuche eine Impression jener Ruine, die uns mit ihrer wild-romantischen Lage in diesem Jahr besonders bezaubert hat: Die Ruine Waldeck bei Lorch am Rhein. Mehr dazu erfahrt ihr im Beitrag vom April weiter unten.

Viel Spaß im Ruinenblog.

Klosterruine Bad Doberan. Foto: Simon Colin

Klosterruine Bad Doberan

Highlight der Klosteranlage in Bad Doberan ist natürlich das berühmte Münster, das man unbedingt besuchen muss. Ein echtes Schmuckstück. Für Ruinenfans hat die Anlage gleich mehrere Überraschungen parat. Insbesondere die massive Ruine des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes.

Erhalten sind mächtige, dreigeschossige Außenmauern und Innenwände, die mit gotisch anmutenden Bögen ausgeschmückt sind. Besonders im Innenbereich wirken die wuchtigen Ausmaße des Gebäudes eindrucksvoll. Bereits seit Jahren wird diskutiert, dem Gebäude wieder sein ehemaliges, riesiges Satteldach zu verpassen, was ihm allerdings die derzeit mythische Atmosphäre nehmen würde.

Im nahe gelegenen Park findet sich eine weitere Ruine: die Wollscheune, die derzeit gesichert wird. Im Ortsteil Althof, etwas weiter entfernt, befindet sich die Ruine der ehemaligen Klosterscheune.

Um den Erhalt der Gesamtanlage kümmert sich der Klosterverein Doberan: https://klosterverein-doberan.de/

Klosterruine Bad Doberan. Wirtschaftsgebäude. Foto: Simon Colin
Klosterruine Bad Doberan. Wirtschaftsgebäude. Foto: Simon Colin
Klosterruine Bad Doberan. Wirtschaftsgebäude. Foto: Simon Colin
Klosterruine Bad Doberan. Wirtschaftsgebäude. Foto: Simon Colin
Wollscheune auf dem Klostergelände Bad Doberan. Foto: Simon Colin
Wollscheune auf dem Klostergelände Bad Doberan. Foto: Simon Colin
Ruine Rodenstein. Foto: Simon Colin

Ruine Rodenstein im Odenwald

Der Ruine Rodenstein im südhessischen Odenwald kann man sich von zwei Seiten nähern und bekommt jeweils komplett unterschiedliche Eindrücke. Betritt man sie vom Hofgut Rodenstein aus kommend, geht man durch ein kleines Tor und dann im Burggelände leicht bergauf. Hierbei wirken die weitläufigen Mauerreste zunächst nicht so imposant.

Man kann auch vom Wanderparkplatz Rodenstein aus durch den Wald zur Ruine schreiten und nähert sich ihr dann von oben. Hier fällt zunächst ein massiver Turm auf, den man erreicht, wenn man einen recht steilen Hügel hinabsteigt. Man kann nun am Turm vorbeilaufen und ist erstaunt über die großflächig erhaltenen Außenmauern. Die Meisten werden aber direkt am Turm in die Ruine gehen und hier das Gelände erkunden. Hier sind teils massive Mauern erhalten, teils aber auch nur noch Grundmauern.

Ein Besuch der schön gelegenen Ruine lohnt sich. Viele Informationen, inklusive einer Video-Rekonstruktion, finden sich auf den Seiten der Gemeinde Fränkisch-Crumbach:

https://www.fraenkisch-crumbach.de/fuer-gaeste/ausflugsziele/ruine-rodenstein

Ruine Rodenstein. Foto: Simon Colin
Ruine Rodenstein. Foto: Simon Colin