Ruine der Franziskaner-Klosterkirche in Berlin

Nicht nur die weltberühmte Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist im 2. Weltkrieg schwer beschädigt worden, auch die Franziskaner-Klosterkirche nahe des Fernsehturms. Nur wenige Wochen vor Ende des Kriegs wurde sie von einer Luftmine zerstört.

Besonders von der Besucherplattform des Fernsehturms aus fällt sie ins Auge, hebt sie sich doch recht deutlich vom übrigen Stadtbild ab, auch wenn heute praktisch nur noch die Außenmauern stehen. Genutzt wird die Klosterkirche unter anderem für Kulturveranstaltungen und bietet hierfür ein stimmungsvolles Ambiente.

Verwaltet wird die Ruine seit 2016 vom Bezirksamt Mitte, zuvor viele Jahre vom Förderverein Klosterruine, der sich aber noch immer für die Klosterkirche engagiert. Informationen unter anderem zu deren Geschichte finden sich auf der Webseite des Fördervereins:

klosterruine-berlin.de

Foto: Simon Colin
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Foto: Simon Colin

Ruine Scharnstein bei Gmunden in Oberösterreich

Mehrere Wege führen hinauf zur Ruine Scharnstein nahe des gleichnamigen Orts bei Gmunden in Oberösterreich: ein sanft ansteigender Forstweg und – etwas versteckt kurz vor dem Forstweg – ein steilerer Treppenweg, vorbei an einer kleinen, unmittelbar an einen Felsen gebauten Kapelle.

Egal welchen Weg man wählt: der Aufstieg lohnt sich. Das großzügige, leicht verwinkelt angelegte Ruinen-Areal lädt zum Erkunden ein. Zwei Höhepunkte sollte man hierbei nicht verpassen: ein zugängliches, in den Felsen gehauenes, großes Vorratsgewölbe am Rande der Burg sowie den Mitterturm. Dieser liegt auf einem Hügel oberhalb der Burg, ist über eine recht steile Treppenanlage zu erreichen und diente der Verteidigung von oben.

Noch weiter oben soll es sogar einen weiteren Turm gegeben haben. Interessante Infos hierzu finden sich auf dieser Seite:

burgenseite.com/…nown/mitterturm__txt.htm

Um die Erhaltung der sehenswerten Ruine kümmert sich der Kultur- und Heimatverein Scharnstein, der im Tal unterhalb der Burg ein Museum unterhält:

sensenmuseum.at

Foto: Simon Colin
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Sehenswert: das Vorratsspeicher-Gewölbe bei Ruine Scharnstein. Foto: Simon Colin
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Ruine Neudahn in der Südpfalz

Richtig vermutet: es gibt auch eine Ruine Altdahn, die wir hier demnächst einmal vorstellen werden. Die nahe gelegene Burg Neudahn bei Dahn im südlichen Pfälzerwald scheint übrigens gar nicht wesentlich jünger zu sein, beide Burgen wurden wohl Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut.

Ruine Neudahn wirkt noch recht gut erhalten, insbesondere der Turm und Teile der Mauer zeigen deutlich, dass hier in den vergangenen Jahrzehnten Ausbesserungsarbeiten durchgeführt wurden. Über den Turm gelangt man in die Oberburg und damit auf eine große Freifläche, auf der sich gemütlich pausieren lässt. Von hier aus erhält man auch einen Blick auf die Gesamtanlage, die sich sehen lassen kann.

Auf You tube gibt es zwei interessante Videos zur Ruine Neudahn: https://youtu.be/xvjqyYQ79gM

Foto: Simon Colin
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Festungsruine Hohentwiel am Bodensee

Als Ruinenfan muss man schon aufpassen, dass man beim Besuch des Hohentwiel nicht in eine Art Rausch verfällt. Die Festungsruine über Singen am Bodensee ist gigantisch groß und spektakulär angelegt. Über zwei riesige, verschachtelt gelegene Ebenen erstreckt sich die mit neun Hektar Fläche größte Festungsruine Deutschlands. Von der Unterburg aus erreicht man die weiter oben thronende Oberburg über einen relativ sanft ansteigenden, aber selbst im Sommer etwas rutschigen Steinbrocken-Weg.

Noch heute lässt sich gut nachvollziehen, wie imposant die Festung gewirkt haben muss, die als unbezwingbar galt. Zugänglich sind auch mehrere große Kellergewölbe, die besonders bei Sonnenschein gut zeigen, wie schon damals mit gezieltem Lichteinfall gearbeitet wurde. Eindrucksvoll und im wahrsten Sinne majestätisch ist der Blick von ganz oben auf Singen, den Bodensee und die Landschaft des Hegaus.

Mehr Informationen zum Hohentwiel gibt es zum Beispiel auf der Seite der Freunde des Hohentwiel: freunde-hohentwiel.de

Foto: Simon Colin
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Ruine Landskron in Oppenheim am Rhein

Über mehrere Geschosse hinweg erstrecken sich die imposanten Reste der Außenmauern und Innenwände der Burgruine Landskron in Oppenheim am Rhein. Unzählige Fenster durchziehen die Fassade und verleihen der Ruine eine fast schon mystische Atmosphäre. Erhaben und mächtig wirkt das oberhalb der Stadt gelegene Bauwerk.

Verständlich also, dass die Ruine heute auch für kulturelle Zwecke genutzt wird, wie die Oppenheimer Theaterfestspiele oder Open Air-Kino. Erreichbar ist die jederzeit frei zugängliche Burg Landskron in wenigen Gehminuten von der Innenstadt aus. Oben angekommen bietet sich ein guter Panoramablick auf die Region bis hin zur Bergstraße und auch auf die schöne Katharinenkirche direkt am Fuße des Burgberges.

Wie für immer mehr Ruinen gibt es im Internet einige per Drohnenflug aufgenommene Ansichten der Ruine Landskron, zum Beispiel hier: youtu.be/-eEZmoInO6E

Foto: Simon Colin
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Ruine Tiefburg in Heidelberg

Heidelberg und Ruine? Klar, da denkt man zunächst natürlich an die wohl bekannteste Schlossruine der Welt. Doch auf der anderen Neckarseite im Stadtteil Handschuhsheim gibt es eine weitere Ruine: die Tiefburg.

Ihren Namen hat die Ruine schlicht und ergreifend aufgrund ihrer Lage mitten in der Stadt und eben nicht weit oben auf einem Berg. Ursprünglich war die Tiefburg eine Wasserburg, noch erhalten ist der mächtige Graben, der die Burg an allen vier Seiten umspannt. Überhaupt haben die Außenmauern der Ruine imposante Maße, innen ist allerdings nicht mehr allzu viel übrig. Der Innenhof wird dominiert von einem Herrenhaus, das für Veranstaltungen genutzt wird. Der Zugang zur Burg erfolgt über eine Brücke, die über den zwölf Meter breiten Graben führt.

Die Tiefburg hat sich in Heidelberg als Ort für unterschiedlichste Veranstaltungen und private Feiern etabliert und wird verwaltet vom Stadtteilverein Handschuhsheim. Auf dessen Seite finden sich historische Informationen zur Burg sowie ein Flyer mit kompakten Infos:

tiefburg.de/tiefburg.htm

Foto: Simon Colin
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Ruine Wegelnburg in der Südpfalz

Erst aus der Vogelperspektive entfaltet die Ruine Wegelnburg an der französischen Grenze nahe des pfälzischen Örtchens Nothweiler ihre volle Wirkung. Lang und schlank, geformt wie ein gestrandetes Kriegsschiff, thront sie auf gut 570 Metern Höhe und ist damit die höchstgelegene Burganlage der Pfalz. Die Vogelperspektive gelingt einem beim Besuch der Ruine natürlich nicht, dafür gibt es auf You tube eine gutes Video hierzu:

youtube.com/watch

Möchte man die Ruine besichtigen, geht es nahe Nothweiler bergauf. Wie bei fast allen Ruinen im Dahner Felsenland gilt: ein bisschen Fußmarsch steht an und gutes Schuhwerk muss sein, denn auch in der Burg geht es teils steil auf und ab. Oben angekommen zeigt sich ein toller Panorama-Ausblick auf die sanften Waldhügel ringsum. Nicht weit entfernt im direkt angrenzenden Frankreich und teils auch zu sehen sind zwei weitere Ruinen, die man zu Fuß erreichen kann: Hohenbourg und Loewenstein.

Ein kurzes Video zur Burg inklusive einer von Kindern erzählten Historie gibt es hier:

pfalz-bewegt.de/…egt/burgruine-wegelnburg

Foto: Simon Colin
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Ruine Fleckenstein im Nord-Elsass

Sie liegt an der französisch-deutschen Grenze nahe Lembach und wirkt mit ihrer Länge von 92 Metern und ihrer massigen Statur wie ein mittelalterlicher Steintanker. Die Ruine Fleckenstein gilt als eine der größten Vogesenburgen, die typischerweise oft direkt in Stein gehauen sind, ist gut besucht und entsprechend kommerziell betrieben.

Am Aufgang zur Ruine liegt ein Informationszentrum, im Innern der Burg findet sich ein Museum zur Geschichte des „Chateau de Fleckenstein“. Vermarktet wird die Burg als Rätselburg mit zahlreichen Stationen für Kinder im Innern der Burg.

Gute Informationen inklusive Videos gibt die offizielle Seite der Ruine Fleckenstein:

http://www.fleckenstein.fr/de/

Auch auf You tube finden sich unter dem Stichwort Burg oder Chateau Fleckenstein einige interessante Videos, zum Beispiel dieses:

youtube.com/watch

Foto: Simon Colin
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Foto: Simon Colin

Ruine Hayn im Rhein-Main-Gebiet

Wie im Dezember-Eintrag unten bereits gesagt, ist eine Burgruine mitten im Ort ungewöhnlich: in Dreieichenhain bei Frankfurt im Rhein-Main-Gebiet gibt es genau das. Die Ruine Hayn entstand ab dem Ende des 11. Jahrhunderts ursprünglich als Turmburg und ist heute im Besitz des Geschichts- und Heimatvereins Dreieichenhain, der auch das Dreieich-Museum betreibt.

Die imposnte Turmburg mitsamt Mauereinfasung ist sogar noch erhalten sowie Ruinen zahlreicher Erweiterungen. Die intakte Burgkirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Über das gesamte Jahr hinweg ist ziemlich viel los auf der Ruine, etwa ein sehr stimmungsvoller Weihnachtsmarkt und die Burgfestspiele Dreieichenhain, demnächst wieder im August. Oder auch das Hayner Burgfest im September: http://www.hayner-burgfest.de/

Zahlreiche Infos zur Ruine sind sehr gut zusammengefasst auf der Seite des Dreieich-Museums: http://dreieich-museum.de/de/burg-hayn

Dort findet sich auch eine filmische Zeitreise zur Burg Hayn ins 15. Jahrhundert: http://www.3d-zeitreise.de/

Foto: Simon Colin
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