Foto: Simon Colin

Ruine Seisenburg in Oberösterreich

Es ist kaum zu glauben, aber die Seisenburg über Pettenbach nahe Gmunden in Oberösterreich war vor noch nicht einmal hundert Jahren vollkommen intakt und sogar noch fast bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts bewohnt.

Doch nachdem die letzten Eigentümer das Gebäude verließen, begann ab 1944 mit dem Einsturz des Turms der Verfall. Im Internet finden sich noch zahlreiche Ansichten des Gebäudes aus dem 20. Jahrhundert, auch von innen. Einen guten Hintergrundtext zum Thema mit Fotos gibt es hier:

burgenseite.com/…known/seisenburg_txt.htm

Genau genommen ist der Name Burg übrigens irreführend, denn die im 17. Jahrhundert erbaute Seisenburg war ein Renaissanceschloss, der Vorgängerbau eine Burg. Auf der Seite der Gemeinde Pettenbach finden sich weitere Informationen zum Gebäude, auch  zum Museum im Ort, das ein Modell der Seisenburg zeigt:

pettenbach.at/Seisenburg_3

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

 

Advertisements
Foto: Simon Colin

Ruine Hirschhorn am Neckar

Sie zählt zu den Burgen, die so verwachsen scheinen mit dem Örtchen, über dem sie thronen, dass sie das gesamte Stadtbild dominieren: die Burg Hirschhorn liegt weit ausladend auf einem Hang über der kleinen Stadt Hirschhorn nahe Heidelberg auf der hessischen Neckarseite und reicht mit ihren vielen Bauwerken praktisch bis in den Ort hinein.

Die Burg ist terrassenförmig angelegt und teilweise Ruine. Gut erhalten ist der bemerkenswert schlanke Turm, der bis ganz nach oben bestiegen werden kann. Direkt nebenan befindet sich ein Hotel, das sich „Schlosshotel“ nennt. Das liegt daran, dass das Bauwerk Schloss und Burg zugleich ist: die mittelalterlichen Teile gehören zur Burganlage, im 16. Jahrhundert kam ein Schlossbereich dazu, in dem sich heute das Hotel befindet.

Vom Hotel aus geht es über unzählige Treppen und Windungen bergab Richtung Tal und vorbei an zahlreichen zur Burganlage zählenden Gebäuden, die teilweise in Ruinen liegen. Wer diesen Weg konsequent beschreitet, landet irgendwann unten im Ort.

Ein Video mit guten Aufnahmen auch zur Burg findet sich hier:

youtube.com/watch

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Ruine Neu-Windstein im Nord-Elsass

Windstein ist ein noch nicht einmal 200 Seelen zählendes Örtchen im französischen Nord-Elsass. Zwei Attraktionen kann das Dorf aufweisen: Ruine Alt-Windstein, von der äußerlich auf den ersten Blick nicht mehr viel übrig ist und deren Felshang heute ein beliebtes Ziel für Kletterer ist. Und Ruine Neu-Windstein, oder auch Chateau Nouveau Windstein, die gut einen halben Kilometer entfernt auf einem Hügel liegt.

Von ihr ist umso mehr erhalten, insbesondere ein riesiger Wohnturm mit schicken gotischen Fensterbögen. Über eine Stahltreppe kommt man ins Innere und kann dort über eine weitere Stahltreppe das obere Geschoss besteigen, sich auf gut erhaltene steinerne Fensterbänke setzen und den Blick über die Landschaft schweifen lassen. Neben weiteren massiven Mauerresten ebenfalls erhalten ist ein kleines, unter dem Wohnturm liegendes Gewölbe.

Einen guten Eindruck von der Ruine gibt dieses kurze Video von Jean-Marc Halbwachs:

youtube.com/watch

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Dahner Burgentrio mit Ruine Altdahn

Im Juli hatten wir hier im Blog die Ruine Neudahn vorgestellt, siehe unten. Etwas weiter südöstlich, ebenfalls nahe des Orts Dahn im Dahner Felsenland, liegt die Ruine Altdahn. Sie ist gar nicht viel älter und stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Das Besondere an ihr: sie gehört zum so genannten Dahner Burgentrio, das sich auf fünf Buntsandsteinfelsen auf einer Länge von 200 Metern erstreckt.

Die Burgen gehen direkt ineinander über, wobei die Ruine Altdahn die größte und am besten erhalten ist. Trotz ihres Namens ist sie allerdings nicht die älteste: das ist die Ruine Tanstein aus dem frühen 12. Jahrhundert. Zwischen diesen beiden Burgen liegt die Ruine Grafendahn.

Ein Besuch des Burgentrios lohnt definitiv, ein Highlight ist ein enger Turm, der ausschließlich über eine ziemlich steile Leiter bestiegen werden kann. Die Drei-Burgen-Anlage gilt als größte Burganlage der Pfalz.

Es ist recht schwierig, die drei Burgen auseinanderzuhalten, da sie eng beieinander liegen. In diesem Drohnenvideo zeigt sich ein guter Blick von oben:

youtube.com/watch

Blick auf Ruine Altdahn. Foto: Simon Colin
Blick auf Ruine Altdahn. Foto: Simon Colin
Ruine Altdahn. Foto: Simon Colin
Ruine Altdahn. Foto: Simon Colin
Blick von Ruine Tanstein auf Ruine Grafendahn und ganz hinten Ruine Altdahn. Foto: Simon Colin
Blick von Ruine Tanstein auf Ruine Grafendahn und ganz hinten Ruine Altdahn. Foto: Simon Colin
Ruine Grafendahn. Foto: Simon Colin
Ruine Grafendahn. Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Ruine Nippenburg bei Ludwigsburg

Der Weg zur Ruine Nippenburg nahe der Ortschaft Schwieberdingen bei Ludwigsburg führt über einen längeren Feldweg zunächst zum Herrenhaus Schloss Nippenburg, wo man auch parken kann. Das Herrenhaus und die unmittelbar nebenan gelegene Ruine gehören bis heute dem schwäbischen Adelsgeschlecht Leutrum von Ertringen, deren Vorfahren die Nippenburg gebaut haben.

Einzelne imposante Überreste lassen ahnen, wie massig die Nippenburg einmal gewirkt haben muss. Davon zeugen unter anderem ein imposantes Tor mit Rundbogen, Reste der Außenmauern und eine Brücke, die über den Burggraben führt.

Auf der Seite der Gemeinde Schwieberdingen ist ein Abbildung der Burg im 16. Jahrhundert zu sehen sowie Fotos von der aufwändigen Restaurierung in den 80er Jahren:

http://www.schwieberdingen.de/,Lde/start/fuer+buerger/Nippenburg.html

Auf You tube hat Johannes Schweiger seinen Rundgang durch die Ruine gefilmt, der einen guten Eindruck gibt:

youtube.com/watch

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Ruine der Franziskaner-Klosterkirche in Berlin

Nicht nur die weltberühmte Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist im 2. Weltkrieg schwer beschädigt worden, auch die Franziskaner-Klosterkirche nahe des Fernsehturms. Nur wenige Wochen vor Ende des Kriegs wurde sie von einer Luftmine zerstört.

Besonders von der Besucherplattform des Fernsehturms aus fällt sie ins Auge, hebt sie sich doch recht deutlich vom übrigen Stadtbild ab, auch wenn heute praktisch nur noch die Außenmauern stehen. Genutzt wird die Klosterkirche unter anderem für Kulturveranstaltungen und bietet hierfür ein stimmungsvolles Ambiente.

Verwaltet wird die Ruine seit 2016 vom Bezirksamt Mitte, zuvor viele Jahre vom Förderverein Klosterruine, der sich aber noch immer für die Klosterkirche engagiert. Informationen unter anderem zu deren Geschichte finden sich auf der Webseite des Fördervereins:

klosterruine-berlin.de

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Ruine Scharnstein bei Gmunden in Oberösterreich

Mehrere Wege führen hinauf zur Ruine Scharnstein nahe des gleichnamigen Orts bei Gmunden in Oberösterreich: ein sanft ansteigender Forstweg und – etwas versteckt kurz vor dem Forstweg – ein steilerer Treppenweg, vorbei an einer kleinen, unmittelbar an einen Felsen gebauten Kapelle.

Egal welchen Weg man wählt: der Aufstieg lohnt sich. Das großzügige, leicht verwinkelt angelegte Ruinen-Areal lädt zum Erkunden ein. Zwei Höhepunkte sollte man hierbei nicht verpassen: ein zugängliches, in den Felsen gehauenes, großes Vorratsgewölbe am Rande der Burg sowie den Mitterturm. Dieser liegt auf einem Hügel oberhalb der Burg, ist über eine recht steile Treppenanlage zu erreichen und diente der Verteidigung von oben.

Noch weiter oben soll es sogar einen weiteren Turm gegeben haben. Interessante Infos hierzu finden sich auf dieser Seite:

burgenseite.com/…nown/mitterturm__txt.htm

Um die Erhaltung der sehenswerten Ruine kümmert sich der Kultur- und Heimatverein Scharnstein, der im Tal unterhalb der Burg ein Museum unterhält:

sensenmuseum.at

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Sehenswert: das Vorratsspeicher-Gewölbe bei Ruine Scharnstein. Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Ruine Neudahn in der Südpfalz

Richtig vermutet: es gibt auch eine Ruine Altdahn, die wir hier demnächst einmal vorstellen werden. Die nahe gelegene Burg Neudahn bei Dahn im südlichen Pfälzerwald scheint übrigens gar nicht wesentlich jünger zu sein, beide Burgen wurden wohl Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut.

Ruine Neudahn wirkt noch recht gut erhalten, insbesondere der Turm und Teile der Mauer zeigen deutlich, dass hier in den vergangenen Jahrzehnten Ausbesserungsarbeiten durchgeführt wurden. Über den Turm gelangt man in die Oberburg und damit auf eine große Freifläche, auf der sich gemütlich pausieren lässt. Von hier aus erhält man auch einen Blick auf die Gesamtanlage, die sich sehen lassen kann.

Auf You tube gibt es zwei interessante Videos zur Ruine Neudahn: https://youtu.be/xvjqyYQ79gM

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin

Festungsruine Hohentwiel am Bodensee

Als Ruinenfan muss man schon aufpassen, dass man beim Besuch des Hohentwiel nicht in eine Art Rausch verfällt. Die Festungsruine über Singen am Bodensee ist gigantisch groß und spektakulär angelegt. Über zwei riesige, verschachtelt gelegene Ebenen erstreckt sich die mit neun Hektar Fläche größte Festungsruine Deutschlands. Von der Unterburg aus erreicht man die weiter oben thronende Oberburg über einen relativ sanft ansteigenden, aber selbst im Sommer etwas rutschigen Steinbrocken-Weg.

Noch heute lässt sich gut nachvollziehen, wie imposant die Festung gewirkt haben muss, die als unbezwingbar galt. Zugänglich sind auch mehrere große Kellergewölbe, die besonders bei Sonnenschein gut zeigen, wie schon damals mit gezieltem Lichteinfall gearbeitet wurde. Eindrucksvoll und im wahrsten Sinne majestätisch ist der Blick von ganz oben auf Singen, den Bodensee und die Landschaft des Hegaus.

Mehr Informationen zum Hohentwiel gibt es zum Beispiel auf der Seite der Freunde des Hohentwiel: freunde-hohentwiel.de

Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin
Foto: Simon Colin